Europaweite Langfristprognose




Einführung: Als Resultat umfangreicher Forschungen und Untersuchungen ist es gelungen, eine weitere Methode zur Langfristprognose zu entwickeln. Mit dieser Methode (European-Analogy-System) ist es möglich auch für andere Teile Europas eine langfristige Vorhersage zu erstellen und und ein alternatives Gegenmodell zum LRFS zu präsentieren. Allerdings befindet sich das Vorhersagesystem noch im Enwicklungsstadium, so dass vorerst noch keine detailierte Angaben über Eintreffwahrscheinlichkeiten bzw. Verifikationen gemacht werden können.

Beschreibung: Die Vorhersagemethode (EAS) basiert auf der Grundannahme, dass bestimmte Luftdruckverteilungen, wie sie in den letzten Monaten auftraten, auch in früheren Jahren in vergleichbarer Art und Weise schon einmal aufgetreten sind und das die jetzige Weiterentwicklung der Witterung jenen Verlauf der damaligen Jahre ähnlich sein muss. Aufgrund dieser Tatsache wurden zunächst die Verteilungen der Luftdruckanomalien der aktuell abgelaufenen 5 Monate betrachtet. Aus dem Zeitraum 1901 - 2015 wurden zur Vorhersageerstellung all die Jahre herangezogen, wo mindestens 4 der 5 untersuchten (gleichartigen) Monate auf der nördlichen Halbkugel zwischen 90° W und 90° O im Großen und Ganzen eine Druckverteilung aufwiesen, die denen der letzten 5 Monate ähnlich ist. Die Selektion geeigneter Jahre - sogennanter Analogiefälle - erfolgt durch einen statistischen Analogie-Index. Anschließend wurde ein mittlerer Verlauf jener Druckanomalien errechnet, die den Monaten der ermittelten Analogjahre folgten. Besondere Berücksichtigung findet dabei neuerdigs auch die Intenstität besonderer Phänomene wie ENSO (El Nino Southern Oscillation) sowie der Schneebedeckungsgrad des eurasischen Kontinents im Herbst.

In den dargestellten Grafiken sind auf der linken Seite die berechneten Luftdruckanomalien über Europa für Februar, März und April 2018 zu erkennen. Rechtsseitig sind die daraus resultierenden Temperaturverteilungen dargestellt. Der blaue Farbton markiert dabei Felder, wo eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für zu niedrige Temperaturen (gegenüber dem Mittelwert) besteht, der rote Ton dagegen Gebiete mit übernormalen Temperaturen.

Prognose Druckabweichung Februar 2018 Prognose Temperatur Februar 2018
Prognose Druck Februar 2018 Prognose Temperatur Februar 2018

Prognose Druckabweichung März 2018 Prognose Temperatur März 2018
Prognose Druck März 2018 Prognose Temperatur März 2018

Prognose Druckabweichung April 2018 Prognose Temperatur April 2018
Prognose Druck April 2018 Prognose Temperatur April 2018


Berechnete Temperaturabweichung (gegenüber der Periode 1981 bis 2010) des Monats Februar 2018 für Berlin: + 1.1 K
Berechnete Temperaturabweichung (gegenüber der Periode 1981 bis 2010) des Monats März 2018 für Berlin: + 0.4 K
Berechnete Temperaturabweichung (gegenüber der Periode 1981 bis 2010) des Monats April 2018 für Berlin: + 1.3 K


Jahre mit vergleichbaren Bedingungen in den Vormonaten sind derzeit:

1935, 1952, 1959, 1961, 1968, 1976, 1984, 1990, 1999, 2000, 2005, 2008, 2009


Ausblick: Auch im Februar ist über Mitteleuropa eine gesteigerte Zirkulation mit häufigen West- und Nordwestwinden und insgesamt mäßig milden Temperaturen zu erwarten. Im März dominiert voraussichtlich Hochdruckeinfluss bei immer noch leicht übernormalen Temperaturen und insgesamt nur gering veränderten Zirkulationsverhältnissen. Für April ist mit einer Zunahme des nordatlantischen Tiefdruckgebietes und damit verbundenen Südströmungen zu rechnen. Ein deutlich zu milder Monat wäre in Mitteleuropa die Folge. Rückblick: Abschließend noch ein paar Worte zu den vergangenen Monaten und Jahren. Die gestellten Prognosen der zu erwartenden Druckanomalien im europäischen Raum lieferten im Großen und Ganzen zufriedenstellende Ergebnisse. Probleme bereiten noch einige Feinheiten, z.B. was die Genauigkeit und Stärke der prognostizierten Abweichungen angeht. Dazu zählen auch die daraus berechneten Temperaturen für Mitteleuropa, deren Resultate durch noch gezieltere Auswahl von Vergleichsjahren verbesserungswürdig sind.

Wichtig: Aufgrund der manuellen Bearbeitung der Methode und des damit verbundenen Zeitaufwands sollte zunächst nur vor den Hauptjahreszeiten eine 3-Monatsprognose erfolgen. Da das Verfahren inzwischen automatisiert wurde, ist ein Update der Prognosen nun im 2-Monatsrhythmus möglich.

Update: 30.01.2018
Neu: März 2018
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