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Experimentelle
Langfristprognose |

Erläuterung: Als Resultat umfangreicher Forschungen und Untersuchungen
ist es gelungen, eine weitere Methode zur Langfristprognose zu entwickeln. Mit
dieser Methode ist es möglich auch für andere Teile Europas eine
längerfristige Prognose zu erstellen. Allerdings befindet sich das neue
Vorhersagesystem noch im experimentellen Stadium, so dass vorerst weder eine
europaweite Vorhersage erscheinen wird noch konkrete Angaben über
Eintreffwahrscheinlichkeiten bzw. Verifikationen gemacht werden können.
Beschreibung: Die Vorhersagemethode basiert auf der Grundannahme, dass
bestimmte Luftdruckverteilungen, wie sie in den letzten Monaten auftraten,
auch in früheren Jahren in vergleichbarer Art und Weise schon einmal
aufgetreten sind und das die jetzige Weiterentwicklung der Witterung jenen
Verlauf der damaligen Jahre ähnlich sein muss. Aufgrund dieser Tatsache wurden
zunächst die Verteilungen der Luftdruckanomalien der aktuell abgelaufenen 5
Monate betrachtet. Aus den letzten 61 Jahren wurden zur Vorhersageerstellung
all die Jahre herangezogen, wo mindestens 4 der 5 untersuchten (gleichartigen)
Monate auf der nördlichen Halbkugel zwischen dem 90. w. L. und 90.ö. L. (auf
atlantischer und europäischer Seite) im Großen und Ganzen eine Druckverteilung
aufwiesen, die denen der letzten 5 Monate ähnlich ist. Anschließend wurde ein
mittlerer Verlauf jener Druckanomalien errechnet, die den Monaten der
ermittelten Analogjahre folgten.
In der hier dargestellten Grafik sind die berechneten Luftdruckanomalien über
Europa für April, Mai und Juni 2008 zu erkennen. Der blaue Farbton
markiert Felder mit zu niedrigen Luftdruck (gegenüber dem Mittelwert), der
rote Ton dagegen Gebiete mit zu hohem Luftdruck.



Da an der Genauigkeit der Temperaturprognose noch
gearbeitet werden muss, bleibt die dazugehörige Grafik vorerst offline und
soll nur durch die aus den Analogjahren berechneten Temperaturabweichungen für
eine Großstadt dargestellt werden.
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Berechnete Temperaturabweichung (gegenüber der Periode
1961 bis 1990) des Monat April für Berlin: |
+ 0.5 K |
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Berechnete Temperaturabweichung
(gegenüber der Periode 1961 bis 1990) des Monat Mai für Berlin: |
+ 0.6 K |
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Berechnete Temperaturabweichung
(gegenüber der Periode 1961 bis 1990) des Monat Juni für Berlin: |
- 0.7 K |
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Jahre mit vergleichbaren Druckverteilungen in den
Vormonaten sind derzeit:
1951, 1962, 1967, 1971, 1975, 1984, 1988, 1995, 1999, 2000, 2002 |
Rückblick: Abschließend noch ein paar Worte zu den letzten Monaten. Die
gestellten Prognosen der zu erwartenden Druckanomalien im europäischen Raum
lieferten im Großen und Ganzen zufriedenstellende Ergebnisse. Probleme
bereiten noch einige Feinheiten, z.B. was die Genauigkeit und Stärke der
prognostizierten Abweichungen angeht. Dazu zählen auch die daraus berechneten
Temperaturen für Mitteleuropa, deren Resultate durch noch gezieltere Auswahl
von Vergleichsjahren verbesserungswürdig sind.
Aufgrund der Testphase der Methode soll zunächst nur die ein- und zweimonatige Prognose
veröffentlicht werden.
Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an:
Lars Thieme
Update: 06.04.2008
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