Sommerprognose Sommervorhersage Winterprognose Monatsprognose Sommerwetter Langfristvorhersage Wettertrend März April Mai Juni Juli August 2012 2013




Wie wird der kommende Winter ?
Was kann für den Sommer erwartet werden ?

Solche oder ähnliche Fragen haben sich sicherlich schon viele Menschen gestellt. Darf man sich auf kalte, schneereiche Wintermonate freuen oder auf heißes Badewetter im Hochsommer ? Drohen hohe Heizkosten in der kalten Jahreszeit oder fällt der nächste Sommer wörtlich ins Wasser ?

Der Autor dieser Seiten möchte versuchen diese Fragen so präzise wie möglich zu beantworten und den Besuchern die Thematik der Langfristprognose mit ihren Schwierigkeiten und Grenzen etwas näher zu bringen.

Als Extra-Rubriken sind zudem Klimarückblicke bzw. -statistiken und Extremwerte der vergangenen Monate und Jahreszeiten, sowie aktuelle Wetterdaten der privaten Wetterstation von Leipzig vorhanden.
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ACHTUNG...BITTE LESEN: Die Anzahl der Besucher dieser Seiten hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert, was das große Interesse an saisonalen Prognosen verdeutlicht.
Die hier veröffentlichten Informationen sind kostenlos und sollen es auch für die Zukunft bleiben.
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Einleitung

Zunächst einmal zur Einführung: Als Langfristprognosen werden jene Vorhersagen bezeichnet, die über 10 Tage hinausgehen. Dabei kann jedoch keine gezielte Wettervorhersage mehr für einen bestimmten Tag erstellt werden, sondern nur ein allgemeiner und großräumiger Witterungstrend für einen längeren Zeitraum, z.B. einen Monat oder eine Jahreszeit. Allerdings muss gesagt werden, dass es sich bei Langzeitprognosen keinesfalls um ein unumstrittenes Gebiet handelt, sondern dieses immer noch Gegenstand großer Diskussionen ist. Nähere Erläuterungen dazu sind auf der Infoseite zu finden.
Die Eintreffwahrscheinlichkeit der hier veröffentlichten Prognosen, an deren weiterer Verbesserung fortlaufend gearbeitet wird, liegt für die Monatsvorhersagen bei ca. 65 - 70 %, d.h. dass in 2 von 3 Fällen eine zumindest befriedigende Prognose getroffen werden kann. Eine saisonale Langfristvorhersage erreicht immerhin in 3 von 4 Fällen ein akzeptables Resultat.

Für die gestellten Vorhersagen finden hauptsächlich zwei verschiedene Methoden Anwendung:
An erster Stelle steht die Berechnung der voraussichtlichen Temperatur- und Niederschlagsabweichung eines Monats / einer Jahreszeit mittels Druck- und Temperaturverteilungen über bestimmten (signifikanten) Gebieten auf der gesamten Hemisphäre in den Vormonaten (LRFS = Long Range Forecast System). Diese Berechnungen erfolgen über ein statistisches Verfahren und werden monatlich veröffentlicht. Die angewandte Vorhersagemethode wurde mehrfach überarbeitet und ist ausführlich beschrieben.  Zum anderen wurde ein alternatives und vom LRFS unabhängiges Modell (EAS) entwickelt, mit dem eine europaweite Langfristprognose erreicht werden soll. Da jedoch der Aufwand hierfür etwas größer ist, erfolgt die Aktualisierung nur aller 2-3 Monate.
Nebenbei finden allgemein wissenschaftliche Witterungsregeln und spezielle Statistiken (z.B. Sonnenfleckenstatistik) als Ergänzung der Temperaturprognose bzw. Trend für Niederschlagsvorhersagen ihre Verwendung. Ebenso werden die Prognosen ständig verifiziert und auf Eintreffgenauigkeit evaluiert. Der Link zu einer ausführlichen Verifikation findet sich weiter unten im Vorhersagebereich.

Nach der oben beschrieben Methode sieht die klimatische Entwicklung (relativ zu den Durchschnittswerten der Periode 1951-2005 gesehen) der kommenden 4 Monate insbesondere für Ost- und Mitteldeutschland wie folgt aus:




Langzeitprognosen


Monat Normalwert Prognose Temp | Nied Vorhersageplot
Mai 2013 13.2 °C Kühl Normal
Jun 2013 16.5 °C Kühl Nass
Jul 2013 18.3 °C Sehr warm Trocken
Aug 2013 18.0 °C Warm Normal


Erklärung: Die Spalte "Prognose" gibt die voraussichtliche Entwicklung gegenüber dem langjährigen Mittelwert der kommenden Monate an. Mit Beginn des Jahres 2013 ergeben sich einige Änderungen hinsichtlich der Darstellungsweise der langfristigen Temperaturprognosen. Anstatt der Angabe einer voraussichtlichen Abweichung in Kelvin, werden nun die Temp-Prognosen nur noch in folgende 5 Klassen (Niederschlag weiterhin 3 Klassen) eingeteilt:

Sehr kalt Kalt Normal Mild Sehr mild
Trocken Normal Nass

Wie die jeweiligen Klassen definiert sind, ist auf dieser Seite näher erläutert. In der rechten Spalte findet sich ein Vorhersageplot (Temperatur) zu den einzelnen Monaten. Er charakterisiert die ungefähr zu erwartenden Abweichungen gegenüber dem Mittelwert, sollte aber nur als grobe Orientierung dienen.



Rückblick: Der März 2013 ist in Leipzig-Grünau mit einer Temperatur von -0.4°C °C um genau -5.1 K vom Normalwert (Periode 1951-2005) abgewichen und wies eine Niederschlagsmenge von 28 mm auf, was ca. 82 % des Durchschnittswertes ausmacht.
An der offiziellen Station Leipzig-Schkeuditz betrug die mittlere Monatstemperatur -1.2 °C, was einer Abweichung von -5.3 K gegenüber der Periode 1951-2005 entspricht.


Eine detailliertere Verifikation der veröffentlichten Prognosen ist hier zu finden.


Vorhersage


Mai: es wird von einem leicht unbeständigen Monat mit unternormalen Temperaturen und durchschnittlichen Niderschlagsmengen ausgegangen; dennoch sind an 1 bis 2 Tagen Temperaturen von über 25°C möglich; für weitergehende Informationen kann der Singularitätskalender hilfreich sein

Juni: ein ebenfalls unternormal temperierter Monat ist wahrscheinlich, so dass von häufigeren Kaltlufteinschüben und Niederschlägen ausgegangen werden muss; insgesamt sind nur etwa 5 Sommertage mit Temperaturen über 25°C zu erwarten

Juli: ist derzeit mit einem sehr warmen und recht beständigen Monatsverlauf zu rechnen, was auf zunehmenden Hochdruckeinfluss hindeuet; dabei dürften auch mehrere Tage mit Temperaturen von über 30°C auftreten

August: Berechnungen lassen ebenfalls einen relativ warmen Sommermonat erwarten

- zieht man die einzelnen Monatsprognosen zu Rate, ist derzeit von einem relativ warmen Sommer 2013 mit allerdings schwankenden Niederschlagsmengen auszugehen.

Für genauere Details bitte entsprechende Monate anklicken.

Prognose: Mai 2013

Monatsprognose Deutschland

Aufgrund des großen Interesses wird neuerdings auch für Nord- und Süd-Deutschland eine monatliche Prognose herausgegeben.

Allerdings sind weitergehende Prognosen für diese Regionen nur gegen kostenpflichtige Anfragen möglich.


Saisonaler Trend

Hinweis: Die hier berechnete Prognose einer Jahreszeit ergibt sich nicht aus dem arithmetischem Mittel der Prognosen für die drei Einzelmonate sondern ist ein eigenständig ermittelter Wert und kann daher leicht vom Mittel der Monatsprognosen abweichen.


Saison
Prognose Temp
Prognose Nied
Sommer 2013
Warm
Normal


Statistische Diskussion: Wie bereits in den Monatsprognosen angesprochen, geht die Entwicklung in Richtung eines recht warmen Sommers 2013 mit Niederschlagsmengen im wechselnden, insgesamt durchschnittlichen Bereich. Diese Aussagen werden von der saisonalen Prognose im überwiegenden Sinne bestätigt, da auch hier von Niederschlagsmengen ausgegangen wird, die sich in der Gesamtheit ausgleichen. Hinsichtlich der Temperaturprognose kommt der saisonale Trend ebenfalls zu einem recht identischen Ergebnis mit entsprechender Abweichung in den positiven Bereich. Ein kühler Sommer ist somit als weniger wahrscheinlich einzustufen als ein milder Verlauf. Die Niederschlagsmengen betreffend ist die Wahrscheinlichkeit für eine sehr trockene Entwicklung als ebenso gering einzuschätzen als für einen besonders nassen Sommerabschnitt.


Langfristige Trends für die Niederlande, Österreich und andere Regionen sind auf der englischsprachigen Seite zu finden.
Eine Gegenüberstellung der Langfristprognosen internationaler Wetterdienste für Mitteleuropa ist nun ebenfalls vorhanden.

Interne Links Externe Links
Analogie-Prognosemodell
→ alternatives Modell zur europaweiten Langfristprognose
(da Aufwand größer Aktualisierung hier nur aller 2-3 Monate)
 Langfristprognosen für Nordost-Frankreich
Wetter-Linkliste
→ völlig neu aufgeteilte Linklisten für Wetterseiten (Selbsteintrag)
 Wetterseite und Naturgewalten von Thomas Sävert
Wolkenatlas
→ Erklärung und Bedeutung der Wolkenarten und Sonderformen
Wetterstationsforum


Langfrist-Spezial

Kalte Winter durch eisfreie Arktis?


In letzter Zeit machten Schlagzeilen die Runde, wonach in diesem Jahr die Eisbedeckung entlang der Nordpolarregion so gering wie noch nie zu sein scheint. Hinzu kam die Meldung, dass als Konsequenz dieser Entwicklung die europäischen Winter kälter werden könnten als bisher. Wie lässt sich nun der scheinbare Widerspruch erklären, dass eine eisfreie Arktis eine Häufung von strengen Wintern in Europa bewirken soll?


Bild: Klima Campus/ Universität Hamburg

Hierzu ist ein Blick auf die Temperaturverhältnisse rund um die Arktis notwendig. In den vergangenen 20 Jahren kam es dort zu einer markanten Erwärmung, was zu einem immer stärkeren Abschmelzen der Eisflächen führte. Beschleunigt wurde dieser Effekt dadurch, dass Eis und Schnee ein deutlich stärkeres Rückstrahlungsvermögen des Sonnenlichts besitzen als Wasser. Somit wurde die bremsende Wirkung der Erwärmung mehr und mehr abgebaut.

Da sich nun die Klimaerwärmung in den Polarregionen stärker bemerkbar macht, als in den Tropen (Temperaturanstieg hier nur marginal), hat dies zur Folge, dass der Temperaturkontrast zwischen beiden Klimazonen geringer wird. Ein geringer Temperaturkontrast bedeutet aber eine schwächere Tiefdrucktätigkeit über dem Nordatlantik, welche für den Austausch von wärmeren und kälteren Luftmassen verantwortlich ist. Jene Tiefdruckzone ist jedoch für die überwiegend milden Winter Mitteleuropas verantwortlich, indem sie milde Luft vom Atlantik zu uns befördert. Schwächt sich nun die Tiefdrucktätigkeit in besagter Region ab, so können sich dort öfters Hochdruckgebiete bilden und ausbreiten. Damit werden die westlichen Winde blockiert und kalte Luftmassen aus nördlichen oder östlichen Richtungen sind häufiger imstande sich auszubreiten.

Ein Indiz könnte bereits die Häufung kalter Winter bzw. Winterabschnitte in den letzten Jahren sein. Über die Entwicklung des kommenden Winters können aus der Erkenntnis aber keine Schlüsse gezogen werden.


Neuerdings gibt es auch ein Archiv für ältere "Langfrist-Spezial"-Beiträge
 


Von Lars Thieme


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Angaben ohne Gewähr ! Stand 01.05.2013

Nächste Aktualisierung: ca. 01.06.2013 !

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