Sommerprognose Sommervorhersage Winterprognose Monatsprognose Winterwetter Langfristvorhersage Wettertrend Februar März April Mai Juni Juli August 2013 2014



Wie wird der kommende Winter ?
Was kann für den Sommer erwartet werden ?

Solche oder ähnliche Fragen haben sich sicherlich schon viele Menschen gestellt. Darf man sich auf kalte, schneereiche Wintermonate freuen oder auf heißes Badewetter im Hochsommer? Drohen hohe Heizkosten in der kalten Jahreszeit oder fällt der nächste Sommer wörtlich ins Wasser?

Der Autor dieser Seiten möchte versuchen diese Fragen so präzise wie möglich zu beantworten und den Besuchern die Thematik der Langfristprognose mit ihren Schwierigkeiten und Grenzen etwas näher zu bringen.

Als Extra-Rubriken sind zudem Klimarückblicke bzw. -statistiken und Extremwerte der vergangenen Monate und Jahreszeiten, sowie aktuelle Wetterdaten der privaten Wetterstation von Leipzig vorhanden.
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Neuigkeiten / Änderungen


ACHTUNG...BITTE LESEN: Die Anzahl der Besucher dieser Seiten hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert, was das große Interesse an saisonalen Prognosen verdeutlicht.
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Einleitung

Als Langfristprognosen werden jene Vorhersagen bezeichnet, die über 10 Tage hinausgehen. Dabei kann jedoch keine gezielte Wettervorhersage mehr für einen bestimmten Tag erstellt werden, sondern nur ein allgemeiner und großräumiger Witterungstrend für einen längeren Zeitraum, z.B. einen Monat oder eine Jahreszeit. Allerdings muss gesagt werden, dass es sich bei Langzeitprognosen keinesfalls um ein unumstrittenes Gebiet handelt, sondern dieses immer noch Gegenstand großer Diskussionen ist. Nähere Erläuterungen dazu sind auf der Infoseite zu finden.
Die Eintreffwahrscheinlichkeit der hier veröffentlichten Prognosen, an deren weiterer Verbesserung fortlaufend gearbeitet wird, liegt für die Monatsvorhersagen bei ca. 65 - 70 %, d.h. dass in 2 von 3 Fällen eine zumindest befriedigende Prognose getroffen werden kann. Eine saisonale Langfristvorhersage erreicht immerhin in 3 von 4 Fällen ein akzeptables Resultat.

Für die gestellten Vorhersagen finden hauptsächlich zwei verschiedene Methoden Anwendung:
a) An erster Stelle steht die Berechnung der voraussichtlichen Temperatur- und Niederschlagsabweichung eines Monats / einer Jahreszeit mittels Druck- und Temperaturverteilungen über bestimmten (signifikanten) Gebieten auf der gesamten Hemisphäre in den Vormonaten (LRFS = Long Range Forecast System). Diese Berechnungen erfolgen über ein statistisches Verfahren und werden jeweils zum Monatswechsel aktualisiert. Die angewandte Vorhersagemethode wurde mehrfach überarbeitet und ist ausführlich beschrieben. b) Zum anderen wurde ein alternatives und vom LRFS unabhängiges Modell (EAS) entwickelt, mit dem eine europaweite Langfristprognose erreicht werden soll. Da jedoch der Aufwand hierfür etwas größer ist, erfolgt die Aktualisierung nur aller 2-3 Monate.
Nebenbei finden allgemeine wissenschaftliche Witterungsregeln und spezielle Statistiken (z.B. Sonnenfleckenstatistik) als Ergänzung der Temperaturprognose bzw. Trend für Niederschlagsvorhersagen ihre Verwendung. Ebenso werden die Prognosen ständig verifiziert und auf Eintreffgenauigkeit evaluiert. Der Link zu einer ausführlichen Verifikation findet sich weiter unten im Vorhersagebereich.

Nach der oben beschrieben Methode sieht die klimatische Entwicklung (relativ zu den Durchschnittswerten der Periode 1951-2005 gesehen) der kommenden 4 Monate insbesondere für Ost- und Mitteldeutschland wie folgt aus:




Langzeitprognosen


Monat Normalwert Prognose Temp | Nied Vorhersageplot
November 2014 4.5 °C Normal Trocken
Dezember 2014 1.3 °C Normal Trocken
Januar 2015 0.0 °C keine Prognose keine Prognose
Februar 2015 0.6 °C Mild Normal


Erklärung: Die Spalte "Prognose" gibt die voraussichtliche Entwicklung gegenüber dem langjährigen Mittelwert (Periode 1951-2005) der kommenden Monate an. Die langfristigen Temperaturprognosen werden dabei in folgende 5 Klassen (Niederschlag in 3 Klassen) eingeteilt:

Sehr kalt Kalt Normal Mild Sehr mild
Trocken Normal Nass

Wie die jeweiligen Klassen definiert sind, ist auf dieser Seite näher erläutert. In der rechten Spalte findet sich ein Vorhersageplot zu den einzelnen Monaten. Er charakterisiert die ungefähr zu erwartenden Abweichungen gegenüber dem Mittelwert, sollte aber nur als grobe Orientierung dienen.



Rückblick: Der September 2014 ist in Leipzig-Grünau mit einer Temperatur von --- °C um genau --- K vom Normalwert (Periode 1951-2005) abgewichen und wies eine Niederschlagsmenge von --- mm auf, was ca. --- % des Durchschnittswertes ausmacht.
An der offiziellen Station Leipzig-Schkeuditz betrug die mittlere Monatstemperatur 15.8 °C, was einer Abweichung von +1.6 K gegenüber der Periode 1951-2005 entspricht.


Eine detailliertere Verifikation der veröffentlichten Prognosen ist hier zu finden.


Vorhersage


November: voraussichtlich ist temperaturmäßig mit einem ausgeglichenen, aber meist beständigen Monat mit häufigen Hochdrucklagen und weniger Niederschlägen zu rechnen; an 1 oder 2 Tagen sind dabei auch tagsüber Temperaturen unter 0°C möglich;  für weitergehende Informationen kann der Singularitätskalender hilfreich sein

Dezember: Berechnungen erwarten neuerdings einen durchschnittlichen Temperaturverlauf mit geringeren Niederschlägen, was auf eine Fortdauer der voraussichtlich dominierenden Hochdrucklage schließen lässt

Januar: hier kann zum jetzigen Zeitpunkt keine Prognose abgegeben werden, da sich die einzelnen Ergebnisse zu sehr widersprechen. Während beim letzten Prognoseupdate noch von einem sehr milden Verlauf ausgegangen wurde, ergaben die neueren Berechnungen praktisch eine komplett gegenteilige Entwicklung. Aufgrund dieser großen Streuunng ist es nicht sinnvoll eine Prognose abzugeben, so dass für weitergehende Aussagen zunächst noch der Novemberverlauf abgewartet werden muss

Februar: tendenziell ist eher ein milder Monat bei leichter Unbeständigkeit zu erwarten


- zieht man die einzelnen Monatsprognosen zu Rate,  so kann noch keine Aussage zum Winter 2014/15 getroffen werden. Weitere Details dazu  erscheinen im Rahmen der saisonalen Prognose im Laufe des aktuellen Monats.
Die Aktualisierung der Vorhersage des Analogie-Prognosemodells macht einen Vergleich der Ergebnisse beider Modelle möglich.

Für genauere Details bitte entsprechende Monate anklicken.

Prognose: November 2014

Monatsprognose Deutschland

Aufgrund des großen Interesses wird neuerdings auch für Nord- und Süd-Deutschland eine monatliche Prognose herausgegeben.

Allerdings sind weitergehende Prognosen für diese Regionen nur gegen kostenpflichtige Anfragen möglich.


Saisonaler Trend

Hinweis: Die hier berechnete Prognose einer Jahreszeit ergibt sich nicht aus dem arithmetischem Mittel der Prognosen für die drei Einzelmonate sondern ist ein eigenständig ermittelter Wert und kann daher leicht vom Mittel der Monatsprognosen abweichen.


Saison
Prognose Temp
Prognose Nied
Winter 2014/15
Normal
Normal


Statistische Diskussion: Wie bereits bei den Monatsprognosen angesprochen, fällt eine saisonale Vorhersage aufgrund der ungewissen Entwicklung des Januars dieses Jahr besonders schwer. Es gibt mehrere Indizien (z.B. Schneebedeckungsgrad über Eurasien im Oktober) für eine gestörte Globalzirkulation im kommenden Winter (s.a. "Langfrist-Spezial"). Mittlerweile ist in der Gesamtheit von einem temperatur- und niederschlagsmäßig normalen und ausgeglichenen Winter 2014/15 auszugehen. Diese Aussage wird durch ein zweites hinzugezogenes Experimentiermodell vorerst bestätigt. Auch hinsichtlich der zu erwartenden Niederschläge scheint eine gewisse Einigkeit zwischen den beiden verwendeten Prognoseverfahren vorzuliegen. Die Wahrscheinlichkeit für einen besonders extremen Verlauf mit starken Abweichungen nach oben oder unten kann sowohl für  Temperatur als auch Niederschlag als eher gering angesehen werden.


Langfristige Trends für die Niederlande, Österreich und andere Regionen sind auf der englischsprachigen Seite zu finden.
Eine Gegenüberstellung der Langfristprognosen internationaler Wetterdienste für Mitteleuropa ist nun ebenfalls vorhanden.

Interne Links Externe Links
Analogie-Prognosemodell
→ alternatives Modell zur europaweiten Langfristprognose
(da Aufwand größer Aktualisierung hier nur aller 2-3 Monate)
 Langfristprognosen für Nordost-Frankreich
Wetter-Linkliste
→ völlig neu aufgeteilte Linklisten für Wetterseiten (Selbsteintrag)
 Wetterseite und Naturgewalten von Thomas Sävert
Wolkenatlas
→ Erklärung und Bedeutung der Wolkenarten und Sonderformen
Wetterstationsforum


Langfrist-Spezial


Schon seit langer Zeit sind sogenannte Sonnenflecken immer wieder Gegenstand intensiver Forschungen, nicht nur was den astronomischen, sondern auch den meteorologischen Bereich betrifft. Bei diesen - dunkler als die übrige Sonnenoberfläche erscheinenden - Flecken handelt es sich um Bereiche kühlerer Temperaturen, die an Magnetfelder gekoppelt sind. Da mit diesen Magnetfeldern auch Plasmaausbrüche in Verbindung stehen, die in Form von Sonnenwinden auch die Erde erreichen können, lag die Vermutung nahe, dass das Auftreten und Verschwinden der Sonnenflecken Einfluss auf das meteorologische Geschehen auf der Erde haben könnte. Da es zudem detaillierte Aufzeichnungen über das Auftreten von Sonnenflecken bis ins 18. Jahrhundert zurück gibt, hat man vor allem früher die Fleckenstatistik auch für das Aufstellen langfristiger Witterungsprognosen benutzt.

Wintertemperatur Mitteleuropa Interessant für die aktuelle Betrachtung ist der Umstand, dass wir im Frühjahr dieses Jahres ein Sonnenfleckenmaximum zu verzeichnen hatten, also eine Phase mit relativ vielen Flecken. Aus diversen Literaturen ist zu entnehmen, dass gerade im ersten Jahr nach einem solchen Maximum die Neigung strengerer Winter in Mitteleuropa erhöht zu seien scheint. Eine genauere Betrachtung des tatsächlichen Witterungsverlaufs schien daher sinnvoll. Es wurden somit alle Winter untersucht, die unmittelbar nach einem Maximum und bis zu einem Jahr danach auftraten.

Wie in der Tabelle ersichtlich, können hinsichtlich der Wintertemperatur in Deutschland keine direkten Rückschlüsse auf die Witterung im entsprechenden Fleckenzyklus gezogen werden, auch wenn die Tendenz zu kalten/normalen Wintern etwas erhöht ist. Die große Streuung wird besonders dadurch deutlich, dass mit den Wintern 1928/29 und 1989/90 einer der kältesten und einer der der mildesten Winter der Vergangenheit in der Liste erscheinen.

Etwas anders sieht die Sache dagegen aus, wenn man sich Karte der mittleren Winter-Luftdruckabweichung ansieht. Hier ist zu erkennen, dass in den Wintern unmittelbar nach einem Fleckenmaximum die Neigung zu höherem Luftdruck über Nordrussland besteht. Diese positiven Druckanomalien erstrecken sich im abgeschwächten Maße über Nordskandinavien bis nach Grönland.

Diese Abweichungen entlang der polaren und subpolaren Regionen sind ein Zeichen für eine Abschwächung und Störung der allgemeinen Großzirkulation (AO). Wie bereits erwähnt, ist eine Aussage zur Witterung über Mitteleuropa jedoch nicht möglich, da sich unsere Region nicht unmittelbar im Einflussbereich dieser Zone befindet. Je nachdem ob die Nähe zum Hochdruckgebiet überwiegt oder wir eher im Einflussbereich der atlantischen Tiefdruckzone liegen kann das Witterungsgepräge doch erheblich schwanken.

Letztlich wäre es auch falsch, eine Witterungsprognose auschließlich auf Basis solarer Aktivitäten aufzustellen. Diese Art der Methodik sollte bestenfalls als Ergänzung oder Bestätigung zu anderen Prognoseverfahren dienen, hat aber gerade in der jüngeren Vergangenheit durch die Entwicklung immer besserer Hochleistungsrechner  zunehmend an Bedeutung verloren.
Abweichung Winterluftdruck nach Sonnenfleckenmaximum

Neuerdings gibt es auch ein Archiv für ältere "Langfrist-Spezial"-Beiträge
 



Von Lars Thieme


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Angaben ohne Gewähr ! Stand 18.11.2014

Nächste Aktualisierung: ca. 01.12.2014 !

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